CHINPIRA

Von Rokuro Mochizuki | 2000 | 109 Min. | 35mm | OmeU

Rokuro Mochizuki ist der erotisch erzählten Yakuzathematik verfallen. Seine Arbeiten werden weltweit auf Filmfestivals hochgehandelt. So liefen Mochizukis Filme auch auf dem Filmfest Hamburg (ONIBI – THE FIRE WITHIN 1996) und dem Rotterdam Film Festival (CURRENCY AND BLONDE 1999). Wir präsentieren nun seine neustes Werk CHINPIRA nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film von Shinji Aoyama aus dem Jahre 1996. Der Schmalspurgangster Osamu (Kazuki Kitamura, u.a. aus GONIN bekannt) verliebt sich in seiner Einfältigkeit immer in die falschen Frauen. Ausgerechnet der charakterschwachen Keiko verhilft Osamu aus einer ausweglosen Situation. Keiko ist die Freundin seines Bosses Funamizu, obwohl sie den miesen Boss eigentlich hasst. Im Laufe der Ereignisse bringt Osamu auch noch die rivalisierende Yakuzagruppe Tsukishima gegen sich auf. Von Minderwertigkeitskomplexen und Verletzlichkeit in die Yakuzagruppe getrieben, begibt sich Osamu auf der Suche nach dem Sinn seines Daseins in ziemlich miese Gesellschaft. Der Film schildert eindrucksvoll die schmutzige Untergrundwelt der Yakuza und glorifiziert ausnahmsweise mal nicht deren Macho Rituale. In sehr statischen, exzellent fotografierten Bildern zeichnet er ein dreckiges, gewalttätiges Bild desillusionierter Menschen.

チンピラ (chinpira)


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