TONY TAKITANI

von Jun Ichikawa | 2004 | 75 Min. | 35 mm | OmU

Tony Takitani verlebt eine einsame Kindheit, als Erwachsener wird er technischer Zeichner: Seine Strichführung ist präzise und pointiert, jedoch ohne Gefühl. Gefühle sind für ihn unlogisch und ein Zeichen der Unreife. Das ändert sich erst, als er die modebegeisterte Eiko kennen lernt. Fortan ist er süchtig nach der Liebe dieser Frau, der erste Mensch, der ihm Furcht vor der Einsamkeit einflößt. Jun Ichikawa drehte seinen wunderschönen Film über die Sehnsucht und die Einsamkeit nach einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami. Jeder der Protagonisten steigert sich in eine Besessenheit, um der Einsamkeit zu entkommen. Leere in den Filmbildern, die wie eine langsame Diaschau am Zuschauer vorüberziehen, spiegelt diese innere Leere wieder. Trotzdem verfällt man nicht in Verzweiflung, wenn man sich von Jun Ichikawas Rhythmus einfangen lässt, sondern in eine sanfte Melancholie.

トニー滝谷 (Tonii Takitani) | Offizielle Website | Alamode


Das 13. JFFH 2012 läuft vom 23.-27. Mai und ermöglicht es, die besten Filme aus Japan in den Hamburger Kinosälen zu sehen. Wir freuen uns schon auf viele spannende Filme!

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