Die rote Schildkröte

レッドタートル ある島の物語 • reddo taatoru aru shima no monogatari
von Michael Dudok de Wit
2016 • 80 min • Keine Dialoge • Central Film

Das Rad des Lebens: Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel. Die Mitte der Insel bedeckt ein dichter Bambuswald, drumherum graue Felsen, gelber Sand und ein spiegelglattes, tiefblaues Meer. Kleine Nuancen werden sichtbar: ein Himmel, der sich von Blassblau zu Meerblau verdunkelt, Schatten, die im Laufe des Tages kürzer und dann wieder länger werden. Der Gestrandete baut ein Floß, um die Insel zu verlassen, doch immer wieder wird das Floß von einer rätselhaften Macht zertrümmert. Erst beim dritten Versuch entdeckt der Mann die Ursache: eine große rote Meeresschildkröte. Majestätisch und geheimnisvoll schwebt sie im Wasser – und als sie ihm an Land folgt, offenbart sich ihr Geheimnis.


Wortloses Staunen … Das gilt nicht nur für den Zuschauer. Der Film ist wortlos, seine Erzählkraft schöpft er aus der Darstellung der Natur. Die Erzählung überwältigt den Zuschauer nicht, aber sie berührt tief, weil sie vom Kreislauf des Lebens erzählt. Michael Dudok de Wit gewann 2001 mit einem animierten Kurzfilm den Oscar, den eigentlichen Ritterschlag bekam er vom Studio Ghibli, von dem er eine E-Mail mit zwei Fragen bekam: Ob er ihnen erlauben würde, seinen Kurzfilm in Japan herauszubringen – und ob er Interesse daran hätte, für Ghibli einen langen Animationsfilm zu drehen? Die rote Schildkröte wurde mehr als einfach nur ein Film: ein faszinierendes Wunderwerk.
Text: Nils Plambeck

► Metropolis Kino • Freitag, 2.6.2017 • 15:30 Uhr

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