Das 17. Japan-Filmfest Hamburg

Das 17. JFFH: Japans Unterwelt – Im Schatten der Yakuza

  • Themenschwerpunkt: Japans Unterwelt
  • Über 80 Filmproduktionen in den Hamburger Festival-Kinos
  • Aktuelle Meisterwerke von Takashi Miike und Sion Sono
  • Unser erfolgreicher Anime-Schwerpunkt wird ausgebaut

Vom 08. bis zum 12.06.2016 ist es wieder soweit: Das 17. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) öffnet seine Pforten. Wie schon in den Jahren zuvor, präsentiert Nihon Media e.V. in den Partnerkinos Metropolis Kino, 3001-Kino und im Studio Kino die aufregende Vielfalt japanischen Filmschaffens.

Eröffnungsfilm des 17. JFFH

Startschuss für ein ebenso buntes und abwechslungsreiches Filmfest wie im letzten Jahr wird der rasante Terrorismus-Thriller Mozu – The Movie von Eiichiro Hasumi. Mit dieser Europapremiere wird das 17. JFFH am 8. Juni 2016 im Metropolis Kino feierlich eröffnet.

Im Schatten der Yakuza – Das 17. JFFH präsentiert die Vielfalt des japanischen Gangsterkinos

Parallel zu den im US-amerikanischen Kino produzierten Gangster- und Mafia-Epen bildete sich in Japan schon früh das Genre des Yakuza-Films heraus. Regisseure wie Seijun Suzuki, Kinji Fukasaku und Masahiro Shinoda stehen für ein goldenes Zeitalter. Aber auch das Gegenwartskino eines Takeshi Kitano und Takeshi Miike wäre ohne das Genre undenkbar.

Shinjuku Swan 3.1Outrage Beyond 7










Japan weist eine der niedrigsten Verbrechensraten der Welt auf, umso mehr scheinen die bizarren archaischen Rituale, in einer durch Gewalt und Unterwerfung geprägten Unterwelt, die Kinogänger zu faszinieren. Die Ächtung des organisierten Verbrechens ist in der japanischen Gesellschaft allumfassend. Gerade die tragischen Protagonisten dieser Schattenwelt bieten den Filmemachern die Gelegenheit, den Ausbruch des Individuums aus dem engen Korsett gesellschaftlicher Normen zu thematisieren. Es kommt nicht von ungefähr, dass gerade die Auflösung starrer Hierarchien und die Rebellion einer jungen Gangstergeneration zentrale Motive der meisten Yakuzastreifen sind. Die Konfrontation endet dabei auf der Leinwand meist unausweichlich in einem gewalttätigen Exzess.

Auch wenn das Yakuza-Kino auf dem JFFH stets präsent war, hatten wir es bisher versäumt, diesem besonders vielschichtigen Genre einen eigenen Schwerpunkt zu widmen. Dies wollen wir 2016 ändern und präsentieren daher eine ganze Reihe aktueller Produktionen, die dem Zuschauer einen kleinen Einblick in die Abgründe von Japans Unterwelt und deren cineastischer Aufarbeitung gewähren. In unserem Festivalprogramm dürfen dabei selbstverständlich nicht die jüngsten Werke der keine anderen für das Yakuza-Genre stehenden Filmemacher fehlen: Regielegende Takeshi Kitano (Outrage Beyond), Kino-Berserker Takashi Miike (Yakuza Apocalypse) und der für seine Grenzüberschreitungen berüchtigte Sion Sono (Shinjuku Swan, Tokyo Tribe, Why Don’t You Play in Hell?, Tag). Sie steuern gleich sieben ihrer neuesten Filme bei.

Tokyo-Tribeshinjuku-swan










Sion Sono – Kino zwischen Rausch und Groteske

Nur wenigen japanischen Regisseuren ist es in den letzten Jahren gelungen, international derart nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen, wie Sion Sono (Love Exposure). Im Angesicht der Vielseitigkeit der verarbeiteten Themen und Stile ist Sonos Gesamtwerk schwer in einer festen Schublade zu verorten. Blutige Teenie-Horrorfilme, klassische Yakuza-Streifen, anspruchsvolles Autorenkino und poppiger Mainstream stehen gleichberechtigt nebeneinander und vermischen sich zu einem so nur in der japanischen Kinotradition vorstellbaren Cocktail. Um den Besuchern des Filmfests einen Einblick in die gesamte kreative Bandbreite des Ausnahmeregisseurs zu gewähren, präsentiert das JFFH mit Why don’t you play in hell, Shinjuku Swan, Tokyo Tribes, Tag und The Whispering Star gleich fünf seiner jüngsten Werke aus den Jahren 2013 bis 2015.

Anime-Schwerpunkt wird ausgebaut

Miss Hokusai 1Marnie 8








Nach dem großen Erfolg des Anime-Schwerpunktes im letzten Jahr, geben wir auch auf dem 17. JFFH dem japanischen Trickfilm die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Die schillernden Weltentwürfe der japanischen Animationsstudios umfassen alle nur denkbaren Filmgenres; von der düsteren Science-Fiction-Dystopie über epische Historiendramen und Fantasy-Abenteuer bis hin zu atemloser Action oder gefühlvoller Romantik.

Neben Erinnerungen an Marnie von Hiromasa Yonebayashi, dem vorläufig letzten Meisterwerk aus dem Hause Ghibli, können wir mit The Kingdom of Dreams and Madness ein weiteres besonderes Highlight ankündigen. Die Dokumentation gibt einen außergewöhnlichen Einblick in die Arbeit der beiden Magier des japanischen Zeichentricks, Hayao Miyazaki und Isao Takahata. Pflichtprogramm für alle Fans des legendären Animationsstudio Ghibli.

Ganz besonders freut es uns auch mit Sarusuberi: Miss Hokusai das neueste Werk des preisgekrönten Regisseurs Keiichi Hara präsentieren zu können. Das historische Künstlerportrait erzählt die weitgehend unbekannte Geschichte der hochbegabten Tochter von Hokusai, dem international wohl bekanntesten Maler der japanischen Kunstgeschichte.

Familienvorstellung: Sonderkonditionen für Kinder unter 14 Jahre

Für unsere jungen Fans haben wir ein besonderes Angebot: Bei der Familienvorstellung (FSK ab 0) des Films Erinnerungen an Marnie erhält pro zahlendem Erwachsenen je ein Kind (unter 14 Jahre) freien Eintritt. Nähere Informationen zur genauen Zeit und dem Ort der Vorstellung werden noch bekannt gegeben.

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News

JFFH 2016:
Das 17. JFFH findet statt vom 08.06.–12.06.2016.

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