Das 15. Japan-Filmfest Hamburg

  • Großer Premierenabend am 28.05. im Metropolis Kino mit zahlreichen Gästen
  • Fast 100 Filme in 5 Tagen – darunter viele Deutschland- und Europapremieren
  • Screaming Mad George und viele weitere Ehrengäste aus Japan
  • Filmemacher aus ganz Japan präsentieren persönlich Ihre Werke

Die Spannung steigt! Ab dem 28. Mai präsentiert das Japan-Filmfest Hamburg fünf Tage lang die bunte Vielfalt aktueller Kinoproduktionen aus Japan, darunter zahlreiche Europa- und Deutschlandpremieren. Viele Regisseure, Schauspieler und Produzenten aus Japan präsentieren ihre Filme persönlich vor Ort in den jeweiligen Kinos. Besucher des Filmfests haben so die Möglichkeit, direkt mit den Filmemachern ins Gespräch zu kommen.

Am 28.05.2014 ist es soweit: Im Metropolis Kino wird das 15. Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) eröffnet.

Als Teil des Effektteams war Ehrengast Screaming Mad George an zahlreichen internationalen Filmprojekten (z. B. Predator II, Nightmare on Elmstreet III und IV, Bride of Reanimator) der 1980er-Jahre beteiligt. Neben seinem großartigen Kurzfilm Boy in a Box (2005) zeigen wir deshalb den Genre-Kultklassiker Society (1989) von Brian Yuzna, bei dem Screaming Mad George maßgeblich die Effekte umgesetzt hat. Bekannt wurde Screaming Mad George auch als Regisseur von Musikvideos, weshalb im Rahmen einer besonderen Ausstellung in der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) einige seiner besten und abgedrehtesten Clips – Achtung: Nicht jugendfrei! – zu sehen sein werden.

Als besondere Gäste begrüßen wir in Hamburg Regisseur Kurando Mitsutake und seine Hauptdarstellerin Asami Sugiura, die uns gemeinsam die actionreiche Genre-Granate Gun Woman (2013, Europapremiere) vorstellen: Ein genialer Wissenschaftler verliert durch einen brutalen Auftragsmörder seine geliebte Frau. Von unstillbarem Rachedurst getrieben, verwandelt er in seinem Geheimlabor das unschuldige Mädchen Mayumi (Asami Sugiura) in eine ultimative Kampfmaschine, Gun Woman. Hinter knalligen Kostümen und abgedrehten Figuren verliert die aberwitzige Handlung rasch jede Bedeutung. Ein herrlicher Genre-Spaß für Freunde des speziellen japanischen Humors.

Kult-Regisseur Hiroyuki Tanaka „Sabu“ (Postman Blues, Monday) ist auf dem 15. JFFH mit seinem neuesten preisgekrönten Werk Miss Zombie (2013, Deutschlandpremiere) vertreten. Japan in naher Zukunft – Zombies werden als Diener gehalten. Ein reiches Ehepaar bestellt sich illegal einen Zombie als Dienstmädchen. Mit Eintreffen der Ware erhalten sie eine Warnung – Nicht mit Fleisch füttern! Sabus Miss Zombie ist weit mehr als ein gewöhnlicher Zombiefilm, eine Parabel auf das Elend hunderttausender illegaler Haushaltshilfen. Vollkommen zu Recht gewann Miss Zombie daher den Großen Preis des Festival International du Film Fantastique de Gérardmer. Eines der Highlights des 15. JFFH.

Yuichi Onuma schuf nach der Vorlage des gleichnamigen populären Fotobandes der Fotografin Yuki Aoyama mit Schoolgirl Complex (2013, Deutschlandpremiere) ein emotional aufwühlendes Coming-of-age-Drama. Der Radioclub einer japanischen Highschool wird zum Brennpunkt erwachender Sexualität. Clubchefin Mitsuzuka entwickelt unerwartete Gefühle für ein neues Mitglied und droht, verwirrt von ihren Emotionen, das soziale Gefüge des Clubs zu zerstören. Onuma ist mit Schoolgirl Complex ein einfühlsames Jugenddrama gelungen, das seine Themen – erste Liebe und lesbisches Coming out – ernst nimmt. Sicherlich einer der besten Filme des 15. JFFH!

Basierend auf dem Tatsachenroman Evil: A Death-Row Prisoner’s Accusation verfilmte Kazuya Shiraishi mit Devil’s Path (2013, Deutschlandpremiere) einen waschechten Serienkiller-Film. Aus der Todeszelle erhält Journalist Fuji (Takayuki Yamada) von dem Serienmörder Sudo (Pierre Taki) einen beunruhigenden Brief. Schockiert erfährt er von bisher unbekannten Verbrechen. Doch das ist bei weitem nicht alles: Hinter den Morden soll ein noch auf freiem Fuß befindliches Mastermind existieren. Mit Devil’s Path liefert Shiraishi einen düsteren Genre-Reißer ab, der von Kritikern zu Recht als einer der besten japanischen Thriller seit Jahren gefeiert wird. Ein Muss auf dem 15. JFFH!

Mit seinem Erstling Slum Polis (2014, Europapremiere) gelingt Ken Ninomiya eine packende Science-Fiction-Dystopie. 2041 – Der Westen Japans wurde durch ein großes Beben verwüstet. Zwischen den Trümmern bilden sich autonome Bereiche mit eigener Währung und Verwaltung. Im dritten kommunalen Bezirk, allgemein nur als Slum Polis bekannt, terrorisieren Verbrecherorganisationen die Bevölkerung. Komplett in den vom Tsunami 2011 hinterlassenen Ruinen gedreht, gelingt es Ninomiya eine beklemmende Endzeitstimmung zu kreieren. Mehr als nur ein Geheimtipp!

Hideo Sakaki, bisher als Schauspieler (Versus, Alive, The Grudge) aufgefallen, schuf mit Disregarded People (2013, Deutschlandpremiere) ein beeindruckendes Außenseiter-Drama. Der asoziale Yusuke (Nao Omori) kehrt in seine Heimat zurück, wo ihm nichts als Ablehnung entgegen schlägt. Das schüchterne Lächeln Kyokos (Hitomi Miwa) weckt in ihm den Jagdinstinkt. Kurz darauf finden sie sich im Bett wieder, denn nur während der körperlichen Vereinigung fühlt sich Yusuke noch lebendig. Mit Disregarded People gelang Sakaki eine stimmige Realverfilmung des Manga-Bestsellers Sutegataki Hitobito von George Akiyama. Zwei großartige Hauptdarsteller, schräge Humor-Einschübe und eine grimmige Storyline verbinden sich zu einem der Höhepunkte des 15. JFFH.

Weitere Höhepunkte des Festivalprogramms 2014 sind beispielsweise die in brillanten Farben gezeichneten Animes Der Mohnblumenberg (2012) von Goro Miyazaki und The Garden of Words (2013) von Makoto Shinkai, das Punkmanifest Spinning Kite (2012) von Satoshi Kase, das Arthouse-Meisterwerk Kuro (2013) von Daisuke Shimote, das Yakuza-Drama Return (2013) von Masato Harada, der nächste Genre-Kracher von Iguchi Noboru Gothic Lolita Battle Bear “Nuiglumar Z” (2014) und der zweite Teil der kontroversen Manga-Realverfilmung Nana and Kaoru (2011) von Atsushi Shimizu.

Für aufregende Filmfesttage ist also gesorgt! Seien sie dabei, wenn Nihon Media e. V. der ungezügelten Magie des japanischen Kinos freien Lauf lässt.

Aktuelle Informationen zum geplanten Programm des 15. JFFH gibt es neben unserer Webseite www.jffh.de auch im Filmfest-Blog sowie auf unserer offiziellen Facebook-Seite.

Das Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) findet seit 1998 jährlich Ende Mai statt. 2014 steht das fest im Kulturkalender der Hansestadt verankerte Filmfestival unter dem Motto „25 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg-Osaka“. Das Filmfest ist eine Initiative des Nihon Media e. V. und wird überwiegend von ehrenamtlich mitwirkenden Vereinsmitgliedern und Unterstützern organisiert und durchgeführt. Ziel des Vereins ist es, einen Beitrag zur japanisch-deutschen Freundschaft zu leisten und Kulturschaffenden aus Japan in Deutschland eine Bühne zu geben.

Auf Nachfrage stellen wir Pressevertretern gerne aktuelles Bildmaterial und weitere Zusatzinfos zur Verfügung. Im Falle einer geplanten Artikelveröffentlichung bitten wir um kurze Rückmeldung und die Bekanntgabe des angestrebten Veröffentlichungstermins. Akkreditierungen für das 15. JFFH sind selbstverständlich unter Zusendung eines aktuellen Passfotos und Nennung des vertretenen Mediums möglich.

News

Das 15. JFFH findet am 28.05.—01.06.2014 statt.

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